Antje Weithaas

WDR 3 Werkbetrachtung: das 1. Violinkonzert von Max Bruch

Vor 180 Jahren wurde der Komponist Max Bruch in Köln geboren. Schon zu seinen Lebzeiten war das erstes Violinkonzert sein bekanntestes Werk – das hat sich bis heute nicht geändert. Es ist ein Meisterwerk des Repertoires. Dieses Opus 26, zugedacht dem Geiger Joseph Joachim, brachte dem Komponisten Ruhm, der ihm Segen und Fluch zugleich war: „Nichts gleicht der Trägheit, Dummheit, Dumpfheit vieler deutscher Geiger. Alle 14 Tage kommt einer und will mir das 1. Concert vorspielen; ich bin schon grob geworden, und habe ihnen gesagt: Ich kann dieses Konzert nicht mehr hören.“

Mit ihrer Gesamteinspielung aller Werke von Bruch für Violine und Orchester hat Antje Weithaas einen wesentlichen Beitrag dazu gleistet, den rheinischen Komponisten aus der „Schmonzetten-Ecke“ zu holen, wie sie es ausdrückt. Für die WDR 3 Werkbetrachtung erläutert sie das erste Violinkonzert, in der Mediathek des Senders steht diese zum Nachhören bereit.

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Antje Weithaas

CD mit Antje Weithaas mit „Diapason d’Or“ ausgezeichnet

Mit der Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und dem Pianisten Martin Helmchen hat Antje Weithaas eine CD eingespielt, auf der neben dem Klaviertrio Nr. 2 D 929 auch noch die Arpeggione-Sonate D 821 (für Cello und Klavier) von Franz Schubert zu hören ist (Alpha Classics, VÖ: Oktober 2017). Diese CD ist nun mit dem „Diapason d’Or“ des französischen Klassikmagazins Diapason (Dezember-Ausgabe 2017) ausgezeichnet worden.

„Die Komplizenschaft, die Antje Weithaas, Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen verbindet, drückt sich in der geringsten Tempomodulation aus. Jedes Thema wird in seiner Spannung ebenso wie in seiner Durchführung mit einer seltenen Angemessenheit des Ausdrucks dargebracht – so dass man nicht umhin kommt, sich zu fragen, wie man es je anders ausdrücken könnte. Inbrünstige Begeisterung und Momente der Zurückhaltung stellen alle möglichen musikalischen Abstufungen dar – vom Schatten bis zum Licht umspielt. Die Aufnahme verdient einen Platz in der Reihe der Besten“, heißt es in der Begründung zur Auszeichnung.

Der Diapason d’Or (dt.: goldene Stimmgabel) ist ein Schallplattenpreis für Aufnahmen klassischer Musik. Er wird von der französischen Zeitschrift Diapason jeden Monat in mehreren Kategorien vergeben (vergleichbar mit „Editor’s Choice“ oder „CD des Monats“). Zusätzlich gibt es noch den einmal jährlich vergebenen Diapason d’Or de l’Annee, der neben dem Preis der deutschen Schallplattenkritk und den britischen Gramophone Awards als bedeutendster unabhängiger europäischer Schallplattenpreis für klassische Musik gilt.

Antje Weithaas

Termine und Projekte der Violinistin Antje Weithaas in der Saison 2017/18

Sie macht keinen Hehl aus ihrer Person, spielt sich nicht in den Vordergrund, sucht nicht das Rampenlicht für den atemberaubenden Auftritt – gerade deshalb ist die 1966 geborene Antje Weithaas eine der wohl umworbensten, charakterstärksten und prägendsten Violinistinnen dieser Jahre.
Was sie auf der Bühne spielt und was sie aufnimmt werten Kritiker unabhängig voneinander wieder und wieder als herausragend, „atemberaubend“, intensiv, technisch und klanglich brillant, in ihren Interpretationen und ihrer Programmgestaltung gar als referenzverdächtig. Es sind ihre Ideen, ihre Intensität und ihre unverkennbare Handschrift, die ihr dieses Renommee einbringen.
Jetzt ist vor wenigen Wochen das dritte und letzte Album ihrer Bach-Ysaÿe-Trilogie erschienen, bis Mitte 2018 ist sie mit unterschiedlichen Programmen unter anderem in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Ungarn, Spanien und Polen zu hören und zu sehen.

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