Antje Weithaas

„Alles ist Glanz“ – tolle CD-Rezensionen für Antje Weithaas

Kürzlich hat Antje Weithaas die finale CD ihrer Bach-Ysaÿe-Triologie herausgebracht. Auf Spiegel online ist nun eine schöne Rezension erschienen. „Die geforderte Vielstimmigkeit in Bachs Sonaten realisiert Antje Weithaas mit Klarheit und vor allem hinreißend leichter Eleganz: Man spürt als Hörer buchstäblich nichts von den technischen Hürden, alles ist Glanz. Die Interpretin taucht wie ein Langstreckenschwimmer in einen klaren Gebirgsstrom mit starkem Sog, durchmisst das eiskalte Gewässer mit kräftigen Bewegungen – und nimmt sich dennoch die Zeit für Details.[…] „tellt Weithaas‘ dreiteilige CD-Reihe keine Präsentation von bloßen Effekten dar, sondern ein Geflecht von Beziehungen: ein strukturelles Denken, das Antje Weithaas‘ Geigenspiel schon früh prägte.“ (Werner Theurich, Spiegel online, 24.9.2017)

Auch Udo Badelt vom Tagesspiegel zeigt sich begeistert: „Die Berliner Geigerin und Professorin geht mit einer Kernigkeit, Festigkeit und einem Drive in die Saiten, die fassungslos machen. Selten hört man die organische, materielle Seite der Musik so bezwingend wie hier.“ (Udo Badelt, Tagesspiegel, 17.9.2017)

Und das Magazin concerti verlieh der CD sofort fünf von fünf Sternen und urteilt: „Antje Weithaas macht es ihren Zuhörern nie wirklich leicht. Sie beleuchtet die Werke gleichsam von innen, disponiert fast besessen genau die Temporelationen und hat dabei, faszinierend zu hören an den Double-Passagen der dritten Bach-Partita, nie Schwierigkeiten mit der geforderten Virtuosität.“ (Andreas Falentin, concerti, Oktober 2017)

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Antje Weithaas

Antje Weithaas veröffentlicht finale CD der Bach-Ysaÿe-Trilogie

Mit der vorliegenden CD schließt die Geigerin Antje Weithaas die Gesamteinspielung aller Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe ab.

Am meisten verwundert sie, dass bislang niemand diese beiden Zyklen derart konsequent miteinander verbunden hat, obwohl das doch so sehr auf der Hand liege. „Die Bezüge sind so stark! In meinen Soloabenden kombiniere ich jetzt immer diese beiden Komponisten. Das ist auch für das Publikum eine ganz neue Erfahrung. Sie kommen zumeist, weil sie für Bach schwärmen. Und entdecken dann Ysaÿe. Nach Bach sind die Ohren geöffnet für die raffinierte Musik des Belgiers – und danach hören sie im Werk Bachs mehr als zu Beginn.“

Die Kritik war bereits von Anfang an begeistert: „Ihre technisch immer souveräne und musikalisch immer intelligente und spannende [Bach]-Interpretation ist schlichtweg unangreifbar. Aber dieser Ysaÿe begeistert mich: Hier kommt zu der technischen und musikalischen Virtuosität der Geigerin eine neue Ebene hinzu: die der Klangfarbe. Zwischen leuchtender Brillanz und schattenhaftem sotto voce, zwischen lyrischem Cantabile und schreiendem Furioso liegt nur ein Hauch – blitzschnell schaltet Weithaas um und lässt Ysaÿe dabei zu einem expressionistischen Gemälde werden“ (SWR 2 zu Vol. 1). Und die Süddeutsche Zeitung urteilte bereits bei der zweiten CD: „eine großartige Bach-Ysaÿe-Edition.“

2012 begann Antje Weithaas ihr als Trilogie angelegtes Bach-Ysaÿe-Projekt. „Ich bin sehr dankbar, dass ich mich so viele Jahre so intensiv mit diesen beiden wichtigen Violin-Solo-Werken beschäftigen konnte, in aller Ruhe. Wer hat schon dieses Privileg?!“

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Antje Weithaas

„Ich hoffe, dass der Lernprozess noch nicht zu Ende ist.“

Im letzten Jahr feierte Antje Weithaas ihren 50. Geburtstag. Wie hat sich ihre Spielweise seit ihren frühen Anfängen auf der Geige verändert, wie hat sich die eigene Ästhetik gewandelt? Wie geht man an die Literatur heran? Und wie beeinflussen die verschiedenen Genrearten, in denen sich die Geigerin bewegt – Klaviertrio, Streichquartett, „große“ Kammermusik mit der Camerata Bern und solistische Arbeit – ihr Verständnis von Musik?
Antworten auf diese und viele weitere grundlegende Fragen gibt es hier im Interview, das Bettina Schmidt (Deutschlandfunk Kultur) mit Antje Weithaas geführt hat.

Antje Weithaas

„Festspielwürdig große Trio-Kunst“

Antje Weithaas, Marie-Elisabeth Hecker (Violoncello) und Martin Helmchen (Klavier) sind im Rahmen der Schwetzinger Festspiele als Trio aufgetreten. Für das Konzert gab es fantastische Kritik, „Weithaas, Hecker und Helmchen brillieren“, heißt es in der Zeitung Mannheimer Morgen. „Dass in [Schuberts Es-Dur-Klaviertrio] ein schon fast sinfonisches Konzept Gestalt annimmt, ist zwar bekannt; aber die ‚orchestralen‘ Ballungen des Stücks hat man nie mächtiger gehört als hier. Monumental.“ Auf dem Programm stand außerdem noch Antonín Dvořáks Klaviertrio f-Moll op. 65.

Die vollständige Rezension gibt es online zum Nachlesen beim Mannheimer Morgen.

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Das Konzert gibt es auch zum Nachhören in der SWR2-Mediathek.

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