CD mit Antje Weithaas mit „Diapason d’Or“ ausgezeichnet

Mit der Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und dem Pianisten Martin Helmchen hat Antje Weithaas eine CD eingespielt, auf der neben dem Klaviertrio Nr. 2 D 929 auch noch die Arpeggione-Sonate D 821 (für Cello und Klavier) von Franz Schubert zu hören ist (Alpha Classics, VÖ: Oktober 2017). Diese CD ist nun mit dem „Diapason d’Or“ des französischen Klassikmagazins Diapason (Dezember-Ausgabe 2017) ausgezeichnet worden.

„Die Komplizenschaft, die Antje Weithaas, Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen verbindet, drückt sich in der geringsten Tempomodulation aus. Jedes Thema wird in seiner Spannung ebenso wie in seiner Durchführung mit einer seltenen Angemessenheit des Ausdrucks dargebracht – so dass man nicht umhin kommt, sich zu fragen, wie man es je anders ausdrücken könnte. Inbrünstige Begeisterung und Momente der Zurückhaltung stellen alle möglichen musikalischen Abstufungen dar – vom Schatten bis zum Licht umspielt. Die Aufnahme verdient einen Platz in der Reihe der Besten“, heißt es in der Begründung zur Auszeichnung.

Der Diapason d’Or (dt.: goldene Stimmgabel) ist ein Schallplattenpreis für Aufnahmen klassischer Musik. Er wird von der französischen Zeitschrift Diapason jeden Monat in mehreren Kategorien vergeben (vergleichbar mit „Editor’s Choice“ oder „CD des Monats“). Zusätzlich gibt es noch den einmal jährlich vergebenen Diapason d’Or de l’Annee, der neben dem Preis der deutschen Schallplattenkritk und den britischen Gramophone Awards als bedeutendster unabhängiger europäischer Schallplattenpreis für klassische Musik gilt.

Termine und Projekte der Violinistin Antje Weithaas in der Saison 2017/18

Sie macht keinen Hehl aus ihrer Person, spielt sich nicht in den Vordergrund, sucht nicht das Rampenlicht für den atemberaubenden Auftritt – gerade deshalb ist die 1966 geborene Antje Weithaas eine der wohl umworbensten, charakterstärksten und prägendsten Violinistinnen dieser Jahre.
Was sie auf der Bühne spielt und was sie aufnimmt werten Kritiker unabhängig voneinander wieder und wieder als herausragend, „atemberaubend“, intensiv, technisch und klanglich brillant, in ihren Interpretationen und ihrer Programmgestaltung gar als referenzverdächtig. Es sind ihre Ideen, ihre Intensität und ihre unverkennbare Handschrift, die ihr dieses Renommee einbringen.
Jetzt ist vor wenigen Wochen das dritte und letzte Album ihrer Bach-Ysaÿe-Trilogie erschienen, bis Mitte 2018 ist sie mit unterschiedlichen Programmen unter anderem in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Ungarn, Spanien und Polen zu hören und zu sehen.

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Viel Lob für Antje Weithaas und die Camerata Bern

Beim Konzert mit der Camerata Bern gab die Geigerin Antje Weithaas einen kleinen Vorgeschmack auf die bald erscheinende Tschaikowsky-CD, für die unter anderem das Violinkonzert eingespielt wird und erntete für die Darbietung beim Konzert viel Lob. „Geigerin Antje Weithaas spielt ihr Instrument mit atemraubender Sicherheit. So, als wärs eine Verlängerung ihres Körpers, der in ihrem Spiel wie ein Echoraum wirkt. Zusammen mit Konzertmeisterin Meesun Hong Coleman führt Weithaas durch das mit virtuosen Kadenzen gespickte Werk und findet in der poetischen «Canzonetta» (die sie mit Dämpfer spielt) zu irisierenden, vibratoarmen Sehnsuchtsklängen. Ein dynamisches Fest bis zum letzten Ton.“ (Der Bund)

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„Alles ist Glanz“ – tolle CD-Rezensionen für Antje Weithaas

Kürzlich hat Antje Weithaas die finale CD ihrer Bach-Ysaÿe-Triologie herausgebracht. Auf Spiegel online ist nun eine schöne Rezension erschienen. „Die geforderte Vielstimmigkeit in Bachs Sonaten realisiert Antje Weithaas mit Klarheit und vor allem hinreißend leichter Eleganz: Man spürt als Hörer buchstäblich nichts von den technischen Hürden, alles ist Glanz. Die Interpretin taucht wie ein Langstreckenschwimmer in einen klaren Gebirgsstrom mit starkem Sog, durchmisst das eiskalte Gewässer mit kräftigen Bewegungen – und nimmt sich dennoch die Zeit für Details.[…] „tellt Weithaas‘ dreiteilige CD-Reihe keine Präsentation von bloßen Effekten dar, sondern ein Geflecht von Beziehungen: ein strukturelles Denken, das Antje Weithaas‘ Geigenspiel schon früh prägte.“ (Werner Theurich, Spiegel online, 24.9.2017)

Auch Udo Badelt vom Tagesspiegel zeigt sich begeistert: „Die Berliner Geigerin und Professorin geht mit einer Kernigkeit, Festigkeit und einem Drive in die Saiten, die fassungslos machen. Selten hört man die organische, materielle Seite der Musik so bezwingend wie hier.“ (Udo Badelt, Tagesspiegel, 17.9.2017)

Und das Magazin concerti verlieh der CD sofort fünf von fünf Sternen und urteilt: „Antje Weithaas macht es ihren Zuhörern nie wirklich leicht. Sie beleuchtet die Werke gleichsam von innen, disponiert fast besessen genau die Temporelationen und hat dabei, faszinierend zu hören an den Double-Passagen der dritten Bach-Partita, nie Schwierigkeiten mit der geforderten Virtuosität.“ (Andreas Falentin, concerti, Oktober 2017)

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Antje Weithaas veröffentlicht finale CD der Bach-Ysaÿe-Trilogie

Mit der vorliegenden CD schließt die Geigerin Antje Weithaas die Gesamteinspielung aller Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe ab.

Am meisten verwundert sie, dass bislang niemand diese beiden Zyklen derart konsequent miteinander verbunden hat, obwohl das doch so sehr auf der Hand liege. „Die Bezüge sind so stark! In meinen Soloabenden kombiniere ich jetzt immer diese beiden Komponisten. Das ist auch für das Publikum eine ganz neue Erfahrung. Sie kommen zumeist, weil sie für Bach schwärmen. Und entdecken dann Ysaÿe. Nach Bach sind die Ohren geöffnet für die raffinierte Musik des Belgiers – und danach hören sie im Werk Bachs mehr als zu Beginn.“

Die Kritik war bereits von Anfang an begeistert: „Ihre technisch immer souveräne und musikalisch immer intelligente und spannende [Bach]-Interpretation ist schlichtweg unangreifbar. Aber dieser Ysaÿe begeistert mich: Hier kommt zu der technischen und musikalischen Virtuosität der Geigerin eine neue Ebene hinzu: die der Klangfarbe. Zwischen leuchtender Brillanz und schattenhaftem sotto voce, zwischen lyrischem Cantabile und schreiendem Furioso liegt nur ein Hauch – blitzschnell schaltet Weithaas um und lässt Ysaÿe dabei zu einem expressionistischen Gemälde werden“ (SWR 2 zu Vol. 1). Und die Süddeutsche Zeitung urteilte bereits bei der zweiten CD: „eine großartige Bach-Ysaÿe-Edition.“

2012 begann Antje Weithaas ihr als Trilogie angelegtes Bach-Ysaÿe-Projekt. „Ich bin sehr dankbar, dass ich mich so viele Jahre so intensiv mit diesen beiden wichtigen Violin-Solo-Werken beschäftigen konnte, in aller Ruhe. Wer hat schon dieses Privileg?!“

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„Ich hoffe, dass der Lernprozess noch nicht zu Ende ist.“

Im letzten Jahr feierte Antje Weithaas ihren 50. Geburtstag. Wie hat sich ihre Spielweise seit ihren frühen Anfängen auf der Geige verändert, wie hat sich die eigene Ästhetik gewandelt? Wie geht man an die Literatur heran? Und wie beeinflussen die verschiedenen Genrearten, in denen sich die Geigerin bewegt – Klaviertrio, Streichquartett, „große“ Kammermusik mit der Camerata Bern und solistische Arbeit – ihr Verständnis von Musik?
Antworten auf diese und viele weitere grundlegende Fragen gibt es hier im Interview, das Bettina Schmidt (Deutschlandfunk Kultur) mit Antje Weithaas geführt hat.

„Festspielwürdig große Trio-Kunst“

Antje Weithaas, Marie-Elisabeth Hecker (Violoncello) und Martin Helmchen (Klavier) sind im Rahmen der Schwetzinger Festspiele als Trio aufgetreten. Für das Konzert gab es fantastische Kritik, „Weithaas, Hecker und Helmchen brillieren“, heißt es in der Zeitung Mannheimer Morgen. „Dass in [Schuberts Es-Dur-Klaviertrio] ein schon fast sinfonisches Konzept Gestalt annimmt, ist zwar bekannt; aber die ‚orchestralen‘ Ballungen des Stücks hat man nie mächtiger gehört als hier. Monumental.“ Auf dem Programm stand außerdem noch Antonín Dvořáks Klaviertrio f-Moll op. 65.

Die vollständige Rezension gibt es online zum Nachlesen beim Mannheimer Morgen.

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Das Konzert gibt es auch zum Nachhören in der SWR2-Mediathek.

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Antje Weithaas springt bei Camerata Bern ein

Beim nächsten Konzert der Camerata Bern (22. Januar 2017, 17.00 Uhr, Bern, Zentrum Paul Klee) sollte eigentlich Natalia Prishepenko die Leitung übernehmen. Aus Krankheitsgründen musste sie das Konzert jedoch leider absagen. Die künstlerische Leiterin der Camerata Bern, Antje Weithaas, kann jedoch kurzfristig einspringen, sodass das Konzert trotzdem stattfindet – nur das Programm wurde etwas geändert.

Der Titel des Konzerts, „Apoll und die Musen“ bezieht sich auf das erste Werk des Abends, Igor Strawinskys „Apollon musagète“, ein Werk, das typisch für Strawinskys neoklassizistische Phase ist und ein Gefühl langer musikalischer Linien vermittelt. Apoll, Gott der Musik tanzt hier mit den Musen Kalliope, Polyhymnia und Terpsichore und führt sie in der Apotheose zum Parnass-Gebirge.

Außerdem auf dem Programm:
Béla Bartók: Divertimento
Ludwig van Beethoven: Kreutzersonate (Bearbeitung für Violine und Streicher von Richard Tognetti)

Regelmäßig referenzverdächtig – Saisonhighlights 2016/17

Antje Weithaas überzeugt seit vielen Jahren „mit einer sagenhaften Technik und einer musikalischen Souveränität und Einsicht ohnegleichen“, so schrieb die Berliner Zeitung vor zwei Jahren. Sie erfasse die Musik wie selbstverständlich „vom innersten Kern her“, und das regelmäßig referenzverdächtig.

In der Saison 2016/17 komplettiert die Berliner Hochschulprofessorin nun gleich zwei ihrer bereits viel gepriesenen CD-Projekte. Zu ihrem diesjährigen 50. Geburtstag konzertiert die Virtuosin zudem mit der von ihr geleiteten Camerata Bern im Konzerthaus Berlin, wo u.a. eine Uraufführung von Cyrill Schürch auf dem Programm steht. Eine Norwegen-Tournee mit diesem Ensemble im Januar 2017 sowie zahlreiche Kammermusikkonzerte u.a. in Klaviertrio-Besetzung sind weitere Fixpunkte der leidenschaftlichen Künstlerin in ihrer persönlichen Jubiläumssaison.

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