Antje Weithaas im „Kneipengespräch“ mit VAN Magazin

„Als Musiker muss man doch anecken, polarisieren“, sagt die Geigerin Antje Weithaas im „Kneipengespräch“ mit dem VAN Magazin. Für die Serie „“Musiker/innen in ihren Lieblingskneipen“ hat sie sich mit Hartmut Welscher in der Weingalerie und Café Nö! in Berlin getroffen und bei Flamkuchen und Weißwein über ihre musikalische Ausbildung in der DDR, die unheimliche Glätte junger Talente und Orchester ohne Dirigenten gesprochen.

Am 21. November 2016 feiert Antje Weithaas mit einem Konzert mit der Camerata Bern im Konzerthaus Berlin (20.00 Uhr) ihren 50. Geburtstag. Auf dem Programm stehen Beethovens Kreutzer-Sonate op. 47 in einer Bearbeitung für Violine und Streichorchester von Richard Tognetti, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung als Einrichtung für Streichorchester durch Jorma Harkonen sowie die Welturaufführung von Diagonale des Schweizers Cyrill Schürch, einem Auftragswerk der Camerata Bern.

Wen sich sich als Gäste für dieses Konzert wünscht? Die Antwort gibt Antje Weithaas ebenfalls im Kneipengespräch.

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Camerata Bern spielt Requiem von Mozart

Mozart bewegt! Und das ganz besonders durch sein letztes Werk. Mythen und Märchen ranken sich um die Entstehung des Requiem in d-Moll und dessen Auftraggeber. Heute weiß man: Mozart konnte sein letztes Meisterwerk nicht vollenden, bevor er starb. Deshalb muss man sich fragen: Wieviel Mozart steckt eigentlich in seiner letzten Komposition? Und wer profitierte von dem Mythos, Mozart habe das Stück noch fertigstellen können?

Die Camerata Bern unter der Leitung von Antje Weithaas bringt das Werk in einer neuen Gestalt zur Aufführung (4. – 6. November, Petruskirche Bern). Die Choreographie bekräftigt das Ritual und inszeniert ein neues Verhältnis zwischen Aufführenden und Publikum. Der Kirchenraum spielt dabei eine zentrale Rolle: frei von der klassischen Konzertbestuhlung fördert er ein freies Bewegen des Chores, der Solisten und des Orchesters. Gespielt wird auf historischen Instrumenten.



 

WDR 3 Werkbetrachtung mit Antje Weithaas

Klassik anschaulich erklären: darum geht es in der „WDR 3 Werkbetrachtung“. WDR 3 ergründet mit Experten und Musikern die Geheimnisse der klassischen Musik und stellt ein Werk in den Fokus der Betrachtung.

Johann Sebastian Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo sind Meisterwerke. Mit seinen sechs Sonaten op. 27 stellte Eugène Ysaÿe den Werken von Bach einen eigenen Zyklus zur Seite. In seiner ersten Sonate g-Moll huldigt Ysaÿe dem großen Vorbild. Die Geigerin Antje Weithaas erläutert das Werk.

Die Werkbetrachtung steht in der WDR 3 Mediathek zum Nachhören bereit.

Antje Weithaas hat in ihrem aktuellen, auf drei CDs ausgelegten Aufnahmeprojekt die Sonaten von Bach und Ysaÿe einander gegenüber gestellt. Zwei CDs sind beim Label Avi-Music bereits erschienen, die Final-CD kommt im späten Herbst 2016 auf den Markt. Die aktuelle September-Ausgabe des „BBC Music Magazine“ vergibt für den zweiten Teil Höchstwertungen: „Die schiere Freude, mit der sie beim Musikmachen kommuniziert, trägt den eigenen Lohn in sich.“

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CD-Veröffentlichung: Antje Weithaas schließt die Gesamteinspielung von Bruchs Werken für Violine & Orchester ab

„Die Sologeige wird auf‘s Schönste zur Geltung kommen“ – Mit der vorliegenden CD schließt Antje Weithaas die Gesamteinspielung aller Werke für Violine und Orchester von Max Bruch ab. „Ich kann dies Concert nicht mehr hören, habe ich vielleicht bloß dies eine Concert geschrieben?“ klagte Bruch über sein Violinkonzert Nr. 1. In der Tat ist dieses Werk das mit Abstand populärste von Bruch. Auch seine anderen Werke für Violine und Orchester präsenter zu machen, hat sich die Geigerin Antje Weithaas zur Aufgabe gemacht, die diese Herausforderung mit der vorliegenden dritten CD der Reihe abschließt. Auf Vol III hat Antje Weithaas neben Bruchs 3. Violinkonzert noch die Romanze op. 42 sowie das Konzertstück op. 84 für Violine und Orchester eingespielt.

cpo // 3126654 // VÖ Deutschland: 23. August 2016

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Saisoneröffnung 2016/2017 mit Kammerakademie Potsdam

Die Saison 2016/2017 beginnt für die Geigerin Antje Weithaas beim großen Jubiläumskonzert am 2. September 2016 im Nikolaisaal in Potsdam (19.30 Uhr). Denn: Die Kammerakademie Potsdam, der Antje Weithaas schon lange künstlerisch sehr verbunden ist, wird 15 Jahre alt! Weitere musikalische Gratulanten sind neben Antje Weithaas auch Maximilian Hornung (Cello) und Avi Avital (Mandoline).

Nach der Gründung des Orchesters der Landeshauptstadt Potsdam begann ab 2001 eine fortwährende Erfolgsgeschichte. Und nach der ECHO Klassik-Auszeichnung zum „Orchester des Jahres 2015“ erobern sich Chefdirigent Antonello Manacorda und die Musiker nun mit der Aufnahme aller Sinfonien Mendelssohns einen weiteren Meilenstein – ein Vorgeschmack ist beim Saisonauftakt mit der „Schottischen Sinfonie“ zu erleben.

Außerdem stehen auf dem Programm des Jubiläumskonzerts W.A. Mozarts Ouvertüre zur Oper „Così fan tutte“ KV 588, Johann Sebastian Bachs Violinkonzert in einer Bearbeitung für Mandoline, das Konzert für Cello und Bläser von Jaques Ibert sowie die „Carmen-Fantasie“ für Violine und Orchester op. 25 von Pablo Sarasate.

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„Wunderkinder“ beim Konzert der Camerata Bern

Um „Wunderkinder“ geht es im letzten Konzert der Camerata Bern in in der Saison 2015/2016 im Kulturcasino Bern (5. Juni 2016, 17.00 Uhr).

Die Ankündigung eines musikalischen Wunderkindes – das garantierte Anfang des 19. Jahrhunderts großes Publikumsinteresse. Allein zwischen 1798–1847 traten über 200 musikalische Wunderkinder in Europa auf, die jüngsten im Alter von vier Jahren.
Leopold Mozart gilt als der Prototyp des strengen Erziehers, der jegliche Aktivität seines Sohnes darauf ausrichtete, ihn als Musiker erfolgreich zu machen. Auch Ludwig van Beethovens Vater hatte früh die Karriere seines Sohnes im Blick. Als dieser mit acht Jahren sein erstes öffentliches Konzert gab, wurde er in den Ankündigungen um zwei Jahre jünger gemacht.
Doch die Einstellung „Wunderkindern“ gegenüber war damals auch ambivalent. Der sechsjährige Mozart wurde nach einem Konzert als „le pauvre petit“ bezeichnet, „qui joue a merveille“. Und trotz grosser Begabung, rigidem Üben und vieler Reisen war nicht allen hochbegabten Kindern Erfolg beschieden.
Andere Kinder wiederum entdeckten ihre Begabung erst später. Igor Strawinsky begann mit neun Jahren Klavierunterricht zu nehmen und wandte sich erst nach ein paar Jahren Jurastudium ernsthaft der Musik zu.

5. Juni 2016 | 17.00 Uhr | Bern | Kulturcasino

„Wunderkinder“

Camerata Bern
Antje Weithaas Leitung und Violine
Martin Helmchen Klavier

Igor Strawinsky: Pulcinella Suite
W. A. Mozart: Klavierkonzert Nr. 18 B-Dur KV 456
Ludwig van Beethoven: 2. Sinfonie D-Dur op. 36

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CD-Besprechung beim Deutschlandfunk

Eine große Aufgabe hat sich die Geigerin Antje Weithaas da gestellt: Sie nimmt die jeweils sechs Solosonaten bzw. -partiten von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe im Deutschlandfunk Kammermusiksaal auf. Gut 200 Jahre Musikgeschichte liegen zwischen den Kompositionen des deutschen Barockmeisters und des belgischen Geigers und Dirigenten.

Die erste dieser auf drei CDs angelegten Gesamteinspielung ist bereits vor zwei Jahren erschienen, die zweite vor wenigen Wochen. Im „Musikforum“ des Deutschlandfunks wurde die zweite CD am 1. Juni 2016 ausführlich vorgestellt.

Der Beitrag steht nun online auf der Website des Deutschlandfunks zum Nachhören zur Verfügung.

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CD-Veröffentlichung: Teil II der Bach-Ysaÿe-Trilogie von Antje Weithaas

Innerhalb von 24 Stunden hatte Eugène Ysaÿe seinen Entwurf für sechs Sonaten für Violine solo fertiggestellt, nachdem er  ein Konzert des Geigers Joseph Szigeti hörte, der die  g-Moll Sonate BWV  1001 von Johann Sebastian Bach spielte. Seine Sonaten op. 27 widmete der 65-jährige Ysaÿe jeweils einem anderen Geiger – er charakterisierte sie in den Sonaten, zeigte aber auch, wer der jeweilige Wunschinterpret sein sollte.

Das Vorbild Johann Sebastian Bach ist in den Sonaten von Ysaÿe an vielen Stellen klar zu erkennen, sei es im Verhältnis Dur – Moll, in notengetreuen Zitaten oder in Satzstrukturen. Ist Ysaÿes op. 27 ein Werk voller Altersweitsicht, so handelt es sich bei Bachs Sonaten und Partiten um sehr frühe Werke. Erst 31 Jahre war Bach alt, als er diese Meisterwerke der Violinliteratur komponierte. Und trotzdem ist darin schon „das ganze Leben in seiner unglaublichen Vielschichtigkeit eingefangen“, sagt Antje Weithaas.

Ysaÿes Sonaten gemeinsam mit den Solosonaten und -Partiten von Johann Sebastian Bach einzuspielen und einander direkt gegenüberzustellen, war die Idee von Antje Weithaas selbst: „Die Bachwerke sind sehr bekannt. Aber die von Ysaÿe? Er wird immer in die Virtuosen-Ecke gestellt, aber wollte immer auch ein  ernstzunehmender Komponist sein. Und in meinen Augen ist er das auch!“

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Antje Weithaas live bei BBC Radio 3 In Tune

Antje Weithaas ist am 23. März 2016 live zu Gast bei der Britischen Radiosendung BBC Radio 3 In Tune. Sie erzählt von ihrer neuen CD, dem zweiten Album der Bach-Ysaÿe-Trilogie, das am 15. April veröffentlicht wird. Passend dazu wird sie auch live im Studio spielen, auf dem Programm stehen Auszüge aus der zweiten Partita von Johann Sebastian Bach und der 4. Satz aus der zweiten Sonate von Ysaÿe.

Die Sendung kann über den livestream gehört werden und steht anschließend 30 Tage auf der Website von BBC Radio 3 In Tune zum Nachhören zur Verfügung.

> zur Website von BBC Radio 3 In Tune

Das „BrandenburgProjekt“ – Tournee mit dem Swedish Chamber Orchestra

Das 1995 gegründete Swedish Chamber Orchestra macht mit einem bislang einzigartigen Projekt von sich reden. Sechs Komponisten schreiben für dieses Orchester zu jedem der sechs „Brandenburgischen Konzerte“ ein Partnerwerk. Nun liegen die ersten Ergebnisse aus der Feder des kalifornischen Grammy-Preisträgers Steven Mackey und des amerikanischen Allround-Genies Uri Caine vor und können in der jeweiligen Gegenüberstellung von „alt“ und „neu“ begutachtet werden. Gemein­sam mit dem schwedischen Altmeister an der Trompete, Håkan Hardenberger, dem Tastenfilou Uri Caine und Antje Weithaas an der Violine trägt das Orchester also nicht nur altbekannte Eulen nach Athen, wenn es mit seinem „BrandenburgProjekt“ unter anderem auch in Potsdam (9.4.), Erfurt (10.4.), Heidelberg (15.4.) und Köln (17.4.) Station macht.