Pressezitate

CD: Bach/Ysaÿe Vol. 2

Bei Bachs Solo-Sonate in a-Moll und der E-Dur Partita sind neben technischen vor allem die musikalischen Vorzüge gefragt, die Weithaas geigerisch überlegen und vollendet einbringt: Intensität, Genauigkeit, Klugheit in der Ausformung jeder Phrase, Scharfsinn des  des Artikulierens, Empfindungstiefe. Entscheidend, auch für die Sonaten drei und fünf von Eugène Ysaÿe: die Offenlegung der dort und in Bachs Musik zwingend einzulösenden tönenden Proportionen. Musikalische Schönheit ergibt sich da fast von selbst.
Süddeutsche Zeitung, 05. 04. 2016

Antje Weithaas [betont] die glasklare Struktur des a-Moll-Werks [ Sonate Nr. 2 a-Moll von J. S. Bach] wobei sie auch die komplizierte, vierstimmig angelegte Fuge im zweiten Satz in lupenreiner Transparenz entfalten kann. Bach interpretiert sie mit einem schlanken, hellen Ton, während sie die beiden ausgesuchten Solo-Sonaten des belgischen Spätromantikers in geradezu orchestrale Farben taucht. […] Insgesamt vorbildiche Aufnahmen für Freunde intimster Kammermusik.
Aachener Nachrichten, 15. 05. 2016

CD: Bach/Ysaÿe Vol. 1

Schon in der ersten Folge profiliert sich Antje Weithaas als eine souveräne, tonschön und in großen Zusammenhängen gestaltende Interpretin. Die Chaconne am Schluss steht da wie ein Fels aus Musik, von der man glauben mag, dass sie für die Ewigkeit gemacht ist.
Fono Forum, Norbert Hornig, März 2015

…es ist besonders spannend und erfrischend, Weithaas mit ihrem schönen und nuancenreichen Ton und ihrer unglaublich präzisen Technik ganz allein zu hören (…). Vor allem kann man ihr komplexes Denken hören, beispielsweise im leichtfüßigen und dennoch allgegenwärtigen tänzerischen Tonfall in allen Bach-Sätzen, trotz deren musikalischer und intellektueller Autorität.
Gramophone, Caroline Gill, März 2015

…Antje Weithaas nimmt erst in den vergangenen Jahren langsam den Platz ein, der ihr als einer der größten lebenden Geigerinnen gebührt. Mit einer sagenhaften Technik und einer musikalischen Souveränität und Einsicht ohnegleichen erfasst sie g-Moll-Sonata und d-Moll-Partita auf dieser CD vom innersten Kern her. (…) Zweifellos ist dies die neue Referenzaufnehme beider Zyklen.
Berliner Zeitung, Peter Uehling, 13.12.2014

CD: Brahms Violinkonzert/ Streichquintett mit der Camerata Bern

Zwei Standardwerke neu gesehen und durchdacht. Eine der feinsten Brahms-Interpretationen der letzten Jahre!
FonoForum, Klassiker-Umfrage 2015, Ausgabe Februar 2016

Höhepunkt sind der innige Mittelsatz des Konzerts und der Kopfsatz des Quintetts. Solistin Weithaas brilliert im Konzert nicht nur mit kraftvollen Doppelgriffen, sondern auch einem schönen, wandlungsfähigen Ton […] Brahms für Entdeckungsfreudige.
Audio, Februar 2016

Antje Weithaas ist eine der bedeutendsten Musikerinnen, die es zurzeit gibt, jede Aufnahme ein Kompendium interpretatorischer Klugheit und Energie. So auch diese mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms, das sie mit der Camerata Bern ohne Dirigent aufgenommen hat. Ein aufführungspraktisches Wagnis, das mit einer musikalischen Intimität und Dichte ohnegleichen belohnt wird.
Berliner Zeitung, 20. 02. 2016

CD: Max Bruch, Sämtliche Werke für Violine und Orchester Vol.2

Man wird hellhörig, wenn ein Musiker einen davon überzeugen kann, Repertoire wieder aufzugreifen, von dem man dachte, dass man es satt hätte. Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1, so berühmt, dass es nahezu allgegenwärtig ist, fiel für mich vor langer Zeit in diese Kategorie, aber hier ist eine Musikerin, die mit bezwingender Eloquenz daran erinnert, warum es ein Meisterwerk ist. Das poetische, aber starke Spiel der deutschen Geigerin Antje Weithaas hat Nuancen und Details ohne je manieriert zu klingen, Individualität ohne Maßlosigkeit.
The Observer, Fiona Maddocks, 08.09.2015

Schon zu Beginn des Violinkonzerts Nr. 1 fällt auf, wie differenziert Weithaas dynamische Facetten auskostet und durch ihre unglaublich feinsinnigen Abstufungen einen großen Spannungsbogen zu entwerfen vermag. Dennoch kann Bruch auch anders klingen: phasenweise wild und unheimlich farbenreich.
klassik.com, 14.08.2015

Und auch hier zeigt Weithaas noch einmal, wie breit das Spektrum ihrer Klangfarben ist und wie klug sie diese einsetzt – eine sehr überzeugende zweite CD der Bruch Gesamteinspielung, die neugierig macht auf die dritte.
NDR Klassik, 06.07.2015

Konzert mit den Hagener Philharmonikern am 26. April 2016

Die Sologeige [in Karl Amadeus Hartmanns Concerto Funebre] ist das lyrische Ich, und Antje Weithaas bringt ihr Instrument zum Weinen, zum Klagen, zum Aufbegehren und zum Singen in weiten Bögen und in unerreichbar hohen Lagen. Es ist nicht nur die technische Perfektion, die am Spiel der großen Interpretin begeistert, sondern vor allem, wie organisch und völlig unangestrengt die Musik aus ihr gleichsam herausströmt.
Westfälische Rundschau, 26. 04. 2016

Weihnachtskonzerte 2015 in der Dresdner Philharmonie,Violinkonzert von Ludwig van Beethoven op. 61

Aufs Trefflichste verstand es Antje Weithaas, die zuweilen explosiv herausgeschleuderte Kraft und Verve mit einer beispielhaften, filigranen Farbigkeit zu mischen, geigerisch alles auf technisch wie gestalterisch höchstem Niveau, zuweilen von einer geradezu unwirklich anmutenden Tongebung beseelt.
Dresdner Neueste Nachrichten, 28. 12. 2015

Konzert in Coburg am 3. Oktober 2015, Violinkonzert von Ludwig van Beethoven op. 61

Bisher ungehörte Ruhe und Empfindsamkeit stellen sich ein, als die Violinistin Antje Weithaas im Großen Haus des Landestheaters in sinnlicher Intensität die Motive formt und diese mit einem schwebend-ätherischen Leutchten freigibt.
Neue Presse Coburg, 05. 10.2015