CD-Veröffentlichung: Teil II der Bach-Ysaÿe-Trilogie von Antje Weithaas

Innerhalb von 24 Stunden hatte Eugène Ysaÿe seinen Entwurf für sechs Sonaten für Violine solo fertiggestellt, nachdem er  ein Konzert des Geigers Joseph Szigeti hörte, der die  g-Moll Sonate BWV  1001 von Johann Sebastian Bach spielte. Seine Sonaten op. 27 widmete der 65-jährige Ysaÿe jeweils einem anderen Geiger – er charakterisierte sie in den Sonaten, zeigte aber auch, wer der jeweilige Wunschinterpret sein sollte.

Das Vorbild Johann Sebastian Bach ist in den Sonaten von Ysaÿe an vielen Stellen klar zu erkennen, sei es im Verhältnis Dur – Moll, in notengetreuen Zitaten oder in Satzstrukturen. Ist Ysaÿes op. 27 ein Werk voller Altersweitsicht, so handelt es sich bei Bachs Sonaten und Partiten um sehr frühe Werke. Erst 31 Jahre war Bach alt, als er diese Meisterwerke der Violinliteratur komponierte. Und trotzdem ist darin schon „das ganze Leben in seiner unglaublichen Vielschichtigkeit eingefangen“, sagt Antje Weithaas.

Ysaÿes Sonaten gemeinsam mit den Solosonaten und -Partiten von Johann Sebastian Bach einzuspielen und einander direkt gegenüberzustellen, war die Idee von Antje Weithaas selbst: „Die Bachwerke sind sehr bekannt. Aber die von Ysaÿe? Er wird immer in die Virtuosen-Ecke gestellt, aber wollte immer auch ein  ernstzunehmender Komponist sein. Und in meinen Augen ist er das auch!“

> ausführliche Informationen zur neuen CD